Primärversorgungseinheiten (PVEs) spielen eine zentrale Rolle in der Weiterentwicklung des österreichischen Gesundheitssystems. Sie bieten eine ganzheitliche, wohnortnahe Versorgung durch interdisziplinäre Teams, fördern die kontinuierliche Betreuung und entlasten das Spitalswesen. Doch diese Vorteile setzen eines voraus: eine leistungsfähige Organisationsstruktur – und die beginnt bei der richtigen Arztsoftware. Ein Vorteil ist dabei eine Mandantenfähigkeit der Ordinationssoftware, um den komplexen Anforderungen in PVEs gerecht zu werden. Auch web-basierte Technologien sind für PVEs ein Gewinn, um Abläufe und Kosten zu optimieren.
Wo liegen die Herausforderungen?
Anspruchsvolle Termin- und Raumplanung
In PVEs treffen viele Berufsgruppen mit eigenen Zeitplänen aufeinander. Durch das höhere Patientenaufkommen ist das Termin- und Raummanagement besonders anspruchsvoll. Daraus ergeben sich komplexe Anforderungen an die Arztsoftware:
- Individuelle Terminplanung pro Ärzt:in oder nach Behandlungsart (z.B. Akut vs. Routine)
- Online-Terminbuchung durch Patient:innen mit intelligenter Zuweisung (z.B. nach Dringlichkeit, Präferenz oder Kapazität)
- Koordination der Verfügbarkeiten teils über mehrere PVE-Standorte
- Räume müssen gemeinsam, aber koordiniert nutzbar sein – mit Belegungsübersicht, Buchungsoption für eingemietete Ärzt:innen, und das alles ohne potenzielle Konfliktbuchungen
Patientendaten effizient verwalten und schützen
PVEs arbeiten interdisziplinär – mehrere Behandler:innen greifen auf dieselbe Patientenakte zu. Daraus ergeben sich zentrale Fragen, die die Notwendigkeit für ein dediziertes Rollen- und Rechtemanagement verdeutlichen:
- Wer darf welche Daten sehen oder bearbeiten?
- Wie werden die sensiblen Patientendaten DSGVO-konform geschützt?
- Wie lassen sich Auswertungen für Krankenkassen generieren?
Zudem sind PVEs verpflichtet, Qualitätsindikatoren zu dokumentieren. Die Software sollte daher eine möglichst einfache Datenauswertung – auch mit Blick auf mögliche Förderansuchen.
Abrechnung vereinfachen
Die Abrechnung in PVEs kann aufgrund des hohen Patientenaufkommens herausfordernd sein – besonders, wenn nicht nur Kassenleistungen, sondern auch Privatleistungen abgerechnet werden müssen. Eine leistungsfähige Software ist für die Abrechnungsprozesse von PVEs optimiert. Sie automatisiert Abrechnungsprozesse und bietet eine einfache Anbindung an e-card-Systeme sowie Kassenabrechnungsschnittstellen.
Viele Fachgebiete und medizinische Geräte
PVEs vereinen mehrere medizinische Disziplinen (z. B. Allgemeinmedizin, Kinderheilkunde, Psychotherapie). Daraus folgt:
- Fachspezifische Anforderungen an Dokumentation, Codierung und Formulare
- Zentrale Anbindung unterschiedlichster medizinischer Geräte (EKG, Ultraschall, Labor) für mehrere Nutzer:innen – mit automatischem Patientenstammdatenabgleich
Eine moderne Ordinationssoftware muss daher modulartig erweiterbar und mit allen Fachgebieten und Praxisgeräten kompatibel sein.
Was bedeutet ‚mandantenfähige Arztsoftware‘ – und warum ist das von Vorteil?
Um die komplexen Prozesse in PVEs zu unterstützen ist die richtige Ordinationssoftware entscheidend. Hierbei ist es von großem Vorteil, wenn die Software mandantenfähig ist – besonders dann, wenn die PVE über mehrere Standorte verfügt. Mandantenfähigkeit bezeichnet die Eigenschaft einer Software, mehrere organisatorisch oder rechtlich getrennte Einheiten innerhalb eines gemeinsamen Systems parallel und unabhängig voneinander zu verwalten.
In der PVE-Praxis bedeutet das: Mehrere Ärzt:innen und Standorte können in einer Patientendatenbank effizient zusammenarbeiten. Zugriffe können über ein Berechtigungsmanagement gesteuert werden. Alles läuft auf einem gemeinsamen System – das Ordinationsteam muss nur in einer einzigen Software arbeiten, statt zwischen vielen Systemen oder Zugängen zu wechseln – sogar Standort-übergreifend. Das macht die Organisation deutlich effizienter. Auch Patient:innen proftieren davon, denn ihnen bleiben zum Beispiel unnötige Wartezeiten am Front-Desk oder mehrmalige Erläuterungen ihrer Fälle erspart.
Desktop oder Cloud Software?
Ein weiterer Aspekt bei der Wahl einer mandantenfähigen Ordinationssoftware: Wird diese auf einem Desktop installiert, oder ist sie web-basiert (‚Cloud Computing‘)?
Eine web-basierte Software bietet vor allem den Vorteil, dass sie Orts- und Geräteunabhängig von überall nutzbar ist – natürlich unter Berücksichtigung höchster Datensicherheitsstandards. Besonders für Ärzt:innen, die in mehreren Ordinationen tätig sind, ist dies eine große Erleichterung. Zudem sorgt der Software-Anbieter automatisch für alle technischen Updates. Da kein lokaler Server oder Administrator notwendig sind, bietet Cloud Software auch eine bessere Kosteneffizienz.
Gerade für PVEs ist auch die Innovationsfähigkeit einer Software wichtig – wie schnell kann sie sich an neue Anforderungen anpassen und die Digitalisierung weiter vorantreiben? Auch hier ist eine web-basierte Arztsoftware klar im Vorteil, da die Technologie wesentlich skalierbarer und anpassungsfähiger ist.
Fazit
PVEs stehen vor besonderen organisatorischen Herausforderungen – vom Patientenmanagement über die Ressourcenplanung bis zur Abrechnung. Um diese effizient zu meistern, braucht es eine Softwarelösung, die speziell auf die Bedürfnisse von interdisziplinären Teams zugeschnitten ist. Mandantenfähigkeit ist dabei eine Grundvoraussetzung.
Mit der passenden Softwarelösung gelingt es PVEs nicht nur, ihre Abläufe zu straffen, sondern auch, die Versorgungsqualität für Patient:innen weiter zu optimieren.
Übrigens: CARE01 ist die einzige für PVEs zertifizierte, web-basierte Software in Österreich – Mandantenfähigkeit inklusive. Damit ist CARE01 ideal für zukunfts- und wachstumsorientierte PVEs.




